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#22 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Aganto, 19.04.2016 16:47 Diesen Beitrag zitieren

Grundsätzlich schreiben wir niemandem vor, was er unter dem Machtbegriff zu verstehen hat, entsprechend gibt es auch keinen Lehrplan oder etwas in der Richtung um sich dahingehend zu entwickeln.

Der erste Kodexpunkt aus dem diese Zeilen stammen beschäftigt sich mit den 3 grundlegenden Elementen "Körper", "Geist" und "Macht".
Das körperliche ist für jeden leicht beobachtbar und nachvollziehbar.
Der Intellekt als Produkt unseres Geistes ist schwer zu beobachten, aber dennoch noch ohne größere Probleme nachvollziehbar.
Die "Macht" sehe ich als den dritten, manch einer würde sagen "spirituellen", Aspekt der ohne weiteres weder beobachtbar noch nachvollziehbar ist, er muss erlebt werden.

Die Macht sehe ich persönlich also als dritten Aspekt neben Körper und Geist, wie ich die Weisheit als dritten Aspekt neben Stärke und Verstand sehe.
Die Stärke entwächst dem Körper.
Der Verstand entwächst dem Geist.
Und die Weisheit entwächst demzufolge der Macht.

Dabei stützten sich in der Vergangenheit viele Mitglieder auf eine Weisheitsvorstellung wie die folgende:

Zitat
Weisheit ist die Harmonie zwischen unserem Geist und den Gesetzen der Wirklichkeit, unserem Denken und der Wahrheit. Ich denke, sie ist in der Lage, den Kern der Sache zu Erkennen, und eine ganzheitliche Lösung zu finden. Sie ist Ausdruck unserer schöpferischen, von der Macht gegebenen Gefühle, einem umfassenden Wissen und Willen ganzheitlich zu Sehen und zu Handeln.



Wer dieser Prämisse folgend also die "Macht" trainieren will steht vor der großen Herausforderung einen Aspekt zu schärfen, der viel schwieriger zu trainieren ist als Intellekt oder körperliche Leistungsfähigkeit. Der Absatz gibt dazu aber bereits Auskunft:

Zitat
Der Jedi dient als Resonanzgefäß der Macht und agiert in Harmonie mit der Welt.


Was bedeutet das? Wer ein Bewusstsein über die oberflächliche Welt hinaus erlangen will muss sich als Gefäß verstehen. Dein Bewusstsein ist wie ein Raum voller Rauch in dem du kaum mehr etwas erkennen kannst. Sicherlich kannst du darin jetzt herum wedeln wie verrückt in der Hoffnung den Rauch zu vertreiben. Aber wenn du dein Bewusstsein wirklich aufklaren willst, musst du das Fenster aufmachen, dich auf deinen Hintern setzen, und mal 10 Minuten warten.

Zitat
Er übt sich im Verständnis und im Umgang mit der Macht.



Dieses Verständnis ist der Schlüssel.
Wenn du das erlangt hast fließt die Erkenntnis ohne Hindernis durch dich hindurch, wie Wasser über ein Lotusblatt.

Wir üben uns in Meditation, setzen uns mit Weisheiten aus der Vergangenheit auseinander und lassen entsprechende Aspekte sogar in das Kampftraining einfließen, damit ein jeder von uns für sich zu beantworten lernt, was die "Macht" für ihn bedeutet.
Meine Ausführungen hier dienen dazu, damit du verstehst wie es in etwa gemeint ist.
Aber der Kern des Weges ist, dass du die Antwort für dich selbst findest, nicht die, dass sie dir jemand sagt.


#21 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Gast, 19.04.2016 15:37 Diesen Beitrag zitieren

Hallo alle zusammen.

"1.c. Training der Macht
Alles Seiende ist Energie.
Der Jedi dient als Resonanzgefäß der Macht und agiert in Harmonie mit der Welt.
Er übt sich im Verständnis und im Umgang mit der Macht. "

Was kann man sich hier unter Training vorstellen?


#20 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Aganto, 28.12.2014 13:49 Diesen Beitrag zitieren

Zitat von Tyrus im Beitrag #1

"Alles Seiende ist Energie."
Was ist hier mit Energie gemeint? Energie kommt ja aus dem altgriechischen und ist zusammengesetzt aus en („innen“) und ergon („Wirken“).
Ist mit dem Satz gemeint, dass das Seiende jene Grundlage ist, aus der heraus "Wirken" möglich ist und stattfindet.



Um mal einen anderen Ansatz anzugehen. Du könntest dem "sein" auch Descartes' "Cogito ergo sum" zugrunde legen und daraus folgend als Grundbaustein des "seins" den Gedanken selbst sehen. Damit könnte man die genannte Energie als ein, dem ,zum Denken befähigten, Bewusstsein inhärentes Element betrachten. Es wäre dann weniger die Energie im physikalischen Sinn gemeint, die zugleich überall in unterschiedlicher Form vorliegt, sondern eher das Wirken aus unserem Bewusstsein heraus. Womit wir direkt zum folgenden kommen:


Zitat
"Der Jedi dient als Resonanzgefäß der Macht und agiert in Harmonie mit der Welt."
Resonanz kommt aus dem lateinischen resonare und bedeutet „widerhallen“, bzw. mitschwingen. Man könnte dies so verstehen, dass der Jedi rein passiv jenen Inhalten folgt, die ihm das Gespür für die Macht eingibt. Die Macht selber ist aber weder gut noch böses, sondern sie hat ein helle und dunkle Seite. Müsste es also nicht vielmehr heißen, dass der Jedi die Macht in die Richtung der hellen Seite hin bündelt?



Wenn man die Macht, so wie ich, vor allem als eben jenes Enigma betrachtet, das uns des "befreiten" Bewusstseins befähigt, dessen Potenzial mindestens jedem Menschen innewohnt und welches man im Zen als "Buddhanatur" zu umschreiben pflegt.
Es geht dann darum sein Bewusstsein zu einem Resonanzgefäß dieser Macht zu formen, im Anschluss in Harmonie mit der Welt zu sein ist automatische Folge dessen, weil das wiederum erforderlich ist diesen Zustand überhaupt zu erreichen.
Gehen wir noch weiter ist "Er übt sich im Verständnis und im Umgang mit der Macht" lediglich der Ansatz all diese Wirkungen und Rückkopplungen nicht nur zu erleben, sondern auch zu verstehen und sie bewusst zu nutzen.

Um das ganze nochmal zusammenzufassen, weil ich vermute, dass das doch eher schwer zu erfassen ist:

Energie → All die Kraft die unseren Gedanken zugrunde liegt und aus der sie erst entstehen. Wo diese Energie fehlt entsteht kein Bewusstsein.
Macht → Etwas was uns dazu befähigt dieses Bewusstsein nicht einfach passieren zu lassen, sondern zu diversen Zuständen zu führen, die im Detail unterschiedlich sein können, im Kern aber allesamt von hoher Klarheit und Reinheit zu sein pflegen.

Das Problem: Ich habe keine Ahnung was die Macht genau ist und alles was ich tun könnte um eine klarere absolut konkrete Antwort darauf zu geben, was sie ist, wäre, vergleichbar mit diversen religiösen heiligen Schriften, einfach irgendetwas was mir in den Sinn kommt als absolute Wahrheit zu definieren, was logischerweise keine Option ist.


#19 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Aganto, 09.12.2014 22:00 Diesen Beitrag zitieren

Zitat
a) Ich habe im Prinzip nichts dagegen, wenn man den Jediismus auf eine Einheitserfahrung mit allem Sein hingerichtet verstehen will. Ich glaube aber, dass der Fokus hier etwas zu weit gefasst ist, und die Gefahr besteht, dabei den Wert des Lebens in den Hintergrund zu rücken.



Der Jediismus ist nicht auf eine Einheitserfahrung mit allem Sein hingerichtet. Es ist vielmehr so, dass du um diese EInheitserfahrung von selbst nicht drumrum kommst, wenn du über einen längeren Zeitraum diszipliniert meditierst.
Wir akzeptieren sie als entsprechende Folge.
So wie wir gesteigertes Selbstvertrauen akzeptieren, dass zwangsweise aus der vertieften Fertigkeit zur Selbstverteidigung resultiert.


Zitat
b) Ich habe auch nichts dagegen, wenn man die Macht irgendwie als allgegenwärtig betrachtet und als das Universum durchfließend betrachtet. Aber auch hier glaube ich, dass der Fokus zu weit ist, und es eher darum geht, die Macht darauf hinzulenken, das Leben zu beschützen und zu erhalten. Und in diesem Falle ist natürlich die Macht, die von menschlichen Handlungen ausgeht, zentraler - und natürlich ist es in diesem Falle auch wichtig, zwischen einer dunklen und einer hellen Seite der Macht zu unterscheiden



Die meisten würden "die Macht" nicht so definieren wie du, folglich sind sie auch von deinen Schlussfolgerungen nicht betroffen.
Du hast die Freiheit darunter zu verstehen was du willst. Ebenso hat jeder andere die seinige.
Der einzige Abstrich wird sein, dass du halt immer mit jemand anderem aneinander vorbeiredest, wenn du immer genau von deiner Definition ausgehst und dein Gegenüber von einer anderen.


#18 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Tyrus, 09.12.2014 21:09 Diesen Beitrag zitieren

Zitat
"Was ist in deinen Augen denn Metaphysik?

Und was ist ein "realistischer" Sinn?
Was würde denn davon ausgeschlossen werden?
Sowohl Metaphysik als auch Spiritualität sind dazu ja keinerlei Gegensätze.


In der Tat habe ich oben "Metaphysik" nicht im philosophischen Sinn gebraucht (der besagt, dass Metaphysik sich mit den allgemeinsten Strukturen der Wirklichkeit auseinandersetzt), sondern eher in einem umgangssprachlichen Sinne, nach dem Dinge metaphysisch sind, die "über" der Physik stehen, also sich nicht mehr wirklich erklären lassen. Wovon ich mich eigentlich nur abgrenzen wollte, ist ein Verständnis von Macht, das hiermit übernatürliche Phänomene meint, wie dies in den Star-Wars-Filmen der Fall ist. Dies macht in meinen Augen in unserem Universum keinen Sinn, da sich die Phänomene, auf die sich Star Wars mit der Macht bezieht, ja nicht in unserer Welt ebenso abspielen können. Vielleicht trifft der obigen Beitrag auch nicht genau das, worauf ich hinauswollte.

Mit Spiritualität habe ich eher spezifisch den religiösen Sinn davon gemeint, bei dem Spiritualität für die Vorstellung einer geistigen Verbindung zum Transzendenten, dem Jenseits oder der Unendlichkeit darstellt.

Da ich die Befürchtung habe, dass die Debatte vielleicht in die Richtung geht, dass hier zwei Extrempositionen aufgemacht werden, von denen eine schließlich die des Ordens hier und die andere die meine Position ist, vielleicht hiernoch einmal eine Klarstellung, worum es mir geht:

a) Ich habe im Prinzip nichts dagegen, wenn man den Jediismus auf eine Einheitserfahrung mit allem Sein hingerichtet verstehen will. Ich glaube aber, dass der Fokus hier etwas zu weit gefasst ist, und die Gefahr besteht, dabei den Wert des Lebens in den Hintergrund zu rücken.

b) Ich habe auch nichts dagegen, wenn man die Macht irgendwie als allgegenwärtig betrachtet und als das Universum durchfließend betrachtet. Aber auch hier glaube ich, dass der Fokus zu weit ist, und es eher darum geht, die Macht darauf hinzulenken, das Leben zu beschützen und zu erhalten. Und in diesem Falle ist natürlich die Macht, die von menschlichen Handlungen ausgeht, zentraler - und natürlich ist es in diesem Falle auch wichtig, zwischen einer dunklen und einer hellen Seite der Macht zu unterscheiden


#17 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Aganto, 09.12.2014 20:52 Diesen Beitrag zitieren

Man kann Gewalt sicher auf unterschiedliche Weisen sehen.
Es wird natürlich gern nur der Spezialfall der Gewalt betrachtet bei der es meist um körperliche Gewalt gegen andere Menschen geht.
Ich für meinen Teil versuche derlei Vereinfachungen zu vermeiden.
Deshalb halte ich es da eher mit der altmodischen Definition nach der Gewalt lediglich "das Vermögen zur Durchführung einer Handlung, die den inneren oder wesentlichen Kern einer Angelegenheit oder Struktur (be)trifft" darstellt.

Zitat
In der Tat verwende ich den Macht-Begriff in einem "realistischen" Sinn, so wie ihn normale Menschen gebrauchen würden und nicht in einem metaphysischen oder irgendwie spirituellen Sinn.



Was ist in deinen Augen denn Metaphysik?

Und was ist ein "realistischer" Sinn?
Was würde denn davon ausgeschlossen werden?
Sowohl Metaphysik als auch Spiritualität sind dazu ja keinerlei Gegensätze.


#16 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Tyrus, 09.12.2014 20:28 Diesen Beitrag zitieren

Zitat
Das klingt einfach als würdest du es mit der Gewalt gleichsetzen, die du über irgendeinen Sachverhalt ausüben kannst.
Nun dafür brauche ich einerseits keinen eigenen Begriff definieren, andererseits hat es nichts mit dem zu tun was irgendwer den ich sonst kenne mit "Der Macht" in Verbindung bringen würde.


Gewalt ist ja ein ethisch dichter Begriff. Macht heißt ja im normalen Sprachgebrauch nicht, Gewalt über etwas auszuüben, sondern die Möglichkeit oder Fähigkeit zu haben, etwas zu tun. Wofür man seine Macht nutzt, kann Selbstentfaltung oder Hilfe für andere sein, es kann auch Gewalt sein, aber diese ist nicht mit Macht identisch. In der Tat verwende ich den Macht-Begriff in einem "realistischen" Sinn, so wie ihn normale Menschen gebrauchen würden und nicht in einem metaphysischen oder irgendwie spirituellen Sinn.


#15 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Aganto, 09.12.2014 20:16 Diesen Beitrag zitieren

Zitat
Was richtig oder falsch ist sind Fakten, die in der Natur liegen, unabhängig davon, was Einzelpersonen oder Gesellschaften davon denken.



Wenn man es anhand bestimmter Parameter bemisst ja.
Das Problem ist, dass es dafür keine absoluten Parameter gibt, sondern diese ja selbst von Menschen mehr oder weniger willkürlich gewählt werden.


Zitat
Was soll die Macht sonst sein? Eine metaphysische Größe, die auf manche Taten zutrifft und daran beteilgit ist, die übernatürlich sind? Das scheint in unserem Universum wenig Sinn zu machen, selbst wenn es in einer anderen möglichen Welt Sinn machen könnte.



Weder noch.
Aber das spielt auch keine Rolle, weil es theoretisch nunmal nicht von außen betrachtet werden kann.
Du legst eine andere Begrifflichkeit zugrunde als ich, folglich haben auch deine Schlussfolgerungen mit dem Machtbegriff, den ich meine nichts zu tun, sondern beziehen sich lediglich auf den Machtbegriff den du logischerweise aufstellst.


Zitat
Natürlich ist die Macht ein Werkzeug. Ich nutze sie, wenn ich eine Tür aufmache, etwas werfe oder wenn ich springe oder laufe. In diesem Moment nutze ich meine Macht dies zu tun.



Das klingt einfach als würdest du es mit der Gewalt gleichsetzen, die du über irgendeinen Sachverhalt ausüben kannst.
Nun dafür brauche ich einerseits keinen eigenen Begriff definieren, andererseits hat es nichts mit dem zu tun was irgendwer den ich sonst kenne mit "Der Macht" in Verbindung bringen würde.


#14 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Tyrus, 09.12.2014 18:19 Diesen Beitrag zitieren

Zitat
A) die Macht ist nicht wirklich ein Werkzeug das man bei Bedarf benutzen kann. Auch wenn es dazu andere Meinungen gibt. Und selbst wenn, ist der Revolver böse wenn er denn Menschen tötet ?



Natürlich ist die Macht ein Werkzeug. Ich nutze sie, wenn ich eine Tür aufmache, etwas werfe oder wenn ich springe oder laufe. In diesem Moment nutze ich meine Macht dies zu tun. Was soll die Macht sonst sein? Eine metaphysische Größe, die auf manche Taten zutrifft und daran beteilgit ist, die übernatürlich sind? Das scheint in unserem Universum wenig Sinn zu machen, selbst wenn es in einer anderen möglichen Welt Sinn machen könnte. Der Revolver ist natürlich nicht böse, auch wenn er Teil einer Machtanwendung ist - der Effekt der Machtanwendung bestimmt, ob die Handlung gut oder böse ist und ob die helle oder die dunkle Seite der Macht genutzt wurde. Man sollte Unterscheiden von Macht, die in Dingen oder Strukturen liegt, wie dem Wind oder einer Waffe und der Macht, die ein Lebewesen anwendet um seine Ziele zu erreichen. Der Revolver hat keine Ziele, wenn er schießt, ein Mensch aber schon. Und diese Ziele lassen sich ethisch bewerten.

Zitat
Hier stellt sich die Frage wer entscheidet was richtig oder falsch ist.


Was richtig oder falsch ist sind Fakten, die in der Natur liegen, unabhängig davon, was Einzelpersonen oder Gesellschaften davon denken. Die Ethik ist kein Relativismus, in dem sich jeder raussuchen kann, was für ihn oder seine Gesellschaft gut ist. Natürlich ist die Ethik jedoch kontextsensitiv, d. h., dass in einer bestimmten Situation eine Handlung richtig sein mag, die in einer anderen Situation falsch ist - das ist aber mit Relativismus nicht identisch, denn es gibt auch in dieser Situation eine angemessene Reaktion und viele mehr oder weniger unangemessene Reaktionen.


#13 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Leito, 09.12.2014 17:24 Diesen Beitrag zitieren

Ich finde die Aussage das die Art der Anwendung der Macht ihre Gesinnung ausmacht für schwach.

A) die Macht ist nicht wirklich ein Werkzeug das man bei Bedarf benutzen kann. Auch wenn es dazu andere Meinungen gibt. Und selbst wenn, ist der Revolver böse wenn er denn Menschen tötet ?

B) Der Mensch der falsch (böse) handelt nutzt die dunkle Seite weil die Tat eben nicht gut ist ?
Hier stellt sich die Frage wer entscheidet was richtig oder falsch ist. Die handelnde Person? Wohl kaum Hitler hielt es für eine richtige und notwendige Maßnahme tausende Juden zu töten. Er handelte also in der Hellen Seite weil diese Tat, in seiner Vorstellung, unumgänglich und für das größere Wohl notwendig war?
Oder entscheidet die Gesellschaft was richtig und falsch ist ? Die Mayas fanden es gut und notwendig zahlose Menschen zu opfern.
Ich hoffe du verstehst was ich damit sagen möchte
Wie gesagt gut und böse sind Schubladen die sich Menschen geschaffen haben, die Macht als Naturkonstante da hinein pressen zu wollen ist nur schwer bis garnicht möglich.


#12 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Aganto, 09.12.2014 15:52 Diesen Beitrag zitieren

Zitat von Tyrus im Beitrag #11

Die Macht an sich ist natürlich weder gut und schlecht. Aber in dem Moment wo sie bewusst angewendet wird, kann sie natürlich guten oder schlechten Zwecken dienen. Beispiele davon, dass es Dinge gibt, in denen Macht wirkt, wo wir sie nicht "an sich" als gut oder schlecht, sondern nur "für uns" als gut oder schlecht betrachten können, sind insofern noch kein Argument dagegen, dass die Machtanwendung bei Menschen ethisch relevant ist.



Du stellst dir das mit der "Macht" in meinen Augen zu instrumentalisiert vor.
Die Macht ist immerhin keine Waffe die gegen jemanden gerichtet werden kann.
Was ich unter der Macht verstehe, und da können die Ansichten auseinander gehen, denn der Kodex lehnt eine Definition nicht grundlos ab, kann schlechten Zwecken gar nicht dienen.
Das wäre genauso als würde jemand sagen er nutzt das Gefühl das jemand hat, wenn er das erste mal die Welt als ganzes vom Weltraum aus sieht, für schlechte Zwecke.
Das geht allenfalls in sehr abenteuerlichen Gedankenexperimenten ^^


#11 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Tyrus, 09.12.2014 15:24 Diesen Beitrag zitieren

Zitat
"Die Macht an sich ist als natürliches Phänomen neutral weder gut noch schlecht. Ein Tsunami der jede Menge Menschen tötet ist nicht böse ein Löwe der die Gazelle frisst ebenso wenig. Delfine töten auch manchmal aus vergnügen das macht sie aber nicht zu bösen Meer-Sith-Lords."


Die Macht an sich ist natürlich weder gut und schlecht. Aber in dem Moment wo sie bewusst angewendet wird, kann sie natürlich guten oder schlechten Zwecken dienen. Beispiele davon, dass es Dinge gibt, in denen Macht wirkt, wo wir sie nicht "an sich" als gut oder schlecht, sondern nur "für uns" als gut oder schlecht betrachten können, sind insofern noch kein Argument dagegen, dass die Machtanwendung bei Menschen ethisch relevant ist.


Zitat
Ich glaube ebenso das deine Handlungen völlig irrelevant für die Macht an sich ist. Solltest du jemanden töten heist das noch nicht das du ein schlechter Mensch bist und nun der dunklen Seite "verfällst". Es könnte sich ebenso um einen Unfall oder Notwehr handeln. Und selbst Leute die Berufsverbrecher sind können sich für ihre Taten mit schlechter Erziehung oder sogar dem "Verbrechergen" rechtfertigen.


Was du sagst ändert nichts daran, dass sie ihre Macht auf gute oder schlechte Weise einsetzen können. Wie dies gerechtfertigt oder kausal verursacht wird oder was dies für den Charakter eines Menschen langfristig bedeutet sind andere Fragen.

Zitat
"Ich denke das ist ein bisschen Menschliches Schubladendenken es gibt Gute und Schlechte Taten. Sowas sollte ein Jedi überwinden und den neutralen ausgleich finden. Man sollte eingreifen wenn ein Kind von mehreren Leuten verprügelt wird klar aber genauso sollte man auch den Vergewaltiger vor dem wütendem Mob schützen. Zuviel Gutes ist oft auch nicht das beste"


Es ist klar, dass eine kantische Ethik, die sagt: Es ist immer in jeder Situation z. B. falsch zu lügen, nicht der Realität gerecht wird. Der Kontext definiert oft, ob ein und dieselbe Tat angebracht oder unangebracht war. Nichtsdestotrotz kann man diese Taten - unter Einbeziehung des Kontextes - ethisch bewerten. Die gute Handlung ist die, die der Situation entsprechend angemessen ist. Hier kann man nicht von "zuviel gutem" sprechen - dies macht nur Sinn, wenn die ethisch guten Handlungen kontextlos definiert werden, und deshalb faktisch schlecht sein können. Das ist dann aber nicht das Problem, dass die Handlung zu gut ist, sondern das der Maßstab, mit dem die Handlungen gemessen werden, schlecht ist.


#10 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Leito, 09.12.2014 14:45 Diesen Beitrag zitieren

Ich würde gern etwas zu deiner Einteilung der Macht in Hell und Dunkel beitragen Tyrus.

Ich persönlich halte eine solche Einteilung für fahrlässig.
Die Macht an sich ist als natürliches Phänomen neutral weder gut noch schlecht. Ein Tsunami der jede Menge Menschen tötet ist nicht böse ein Löwe der die Gazelle frisst ebenso wenig. Delfine töten auch manchmal aus vergnügen das macht sie aber nicht zu bösen Meer-Sith-Lords.
Ich glaube ebenso das deine Handlungen völlig irrelevant für die Macht an sich ist. Solltest du jemanden töten heist das noch nicht das du ein schlechter Mensch bist und nun der dunklen Seite "verfällst". Es könnte sich ebenso um einen Unfall oder Notwehr handeln. Und selbst Leute die Berufsverbrecher sind können sich für ihre Taten mit schlechter Erziehung oder sogar dem "Verbrechergen" rechtfertigen.

Die Natur an sich ist weder gut noch böse sie ist nur existent.
Ich denke das ist ein bisschen Menschliches Schubladendenken es gibt Gute und Schlechte Taten. Sowas sollte ein Jedi überwinden und den neutralen ausgleich finden. Man sollte eingreifen wenn ein Kind von mehreren Leuten verprügelt wird klar aber genauso sollte man auch den Vergewaltiger vor dem wütendem Mob schützen. Zuviel Gutes ist oft auch nicht das beste ;)

Das er danach verurteilt wird, nach geltendem Recht, ist eine andere Sache.


#9 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Aganto, 09.12.2014 14:43 Diesen Beitrag zitieren

Dagegen spricht nichts.
Aber Vernunft hat mit dem was du verstehen kannst nicht unbedingt viel zu tun.
Es gibt genügend Dinge die von genügend Menschen nicht verstanden werden.
Das macht es für diese Leute aber noch lange nicht vernünftig deren Existenz zu leugnen.

Man redet ja von keiner Materie die nur 2 oder 3 Personen postulieren, sondern es ist für jeden erfahrbar, sofern er sich damit befasst und die Effekte sind von der Wissenschaft hinreichend erforscht und beobachtet um ihre Existenz nachzuvollziehen.
Man ist halt nur bislang nicht soweit die Erklärungsansätze falsifizieren zu können.
Also im Kern so wie es Newton mit der Schwerkraft damals ging.


#8 RE: Fragen zum Kodex
  Absender: Tyrus, 09.12.2014 12:35 Diesen Beitrag zitieren

Es mag tatsächlich sein, dass mir eine bestimmte Erfahrungsebene fehlt, die rein rational nicht zu erfassen ist. Die Gefahr besteht aber immer, dass jemand von einer solchen Erfahrungsebene redet, die in Wirklichkeit nur in seiner Einbildung existiert. Ich glaube deshalb, dass es nicht unbedingt falsch ist, an die Dinge mit dem Ansatz der Vernunft heranzugehen, selbst wenn dadurch vielleicht tatsächlich nicht alles erfasst werden kann.


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