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Ratsordnung

in Die Ordnungen 22.08.2012 12:30
von Vrooktar • 1.743 Beiträge

§ 1 Wahl des Hohen Rates

Der Hohe Rat des Tritorianer Ordens hat 5, 7 oder 9 Mitglieder. Er nimmt seine Funktion mit 5 Mitgliedern auf und kann über die genaue Zahl bei Bedarf, durch Beschluss, selbst entscheiden.
Die Wahlperiode des Hohen Rates dauert 1 Jahr.
Bei der Wahl, die durch den Bibliothekar ausgerichtet wird, gibt jedes wahlberechtigte Mitglied so viele Wunschkandidaten an wie Sitze zu vergeben sind.
Die Kandidaten mit den meisten Stimmen gelten dann als gewählt.
Kommt es zu einem Stimmgleichstand, der die eindeutige Verteilung der Sitze verhindert, wird für die betroffenen Sitze eine Stichwahl angesetzt, bei der wieder so viele Wunschkandidaten angegeben werden wie noch übrige Sitze zu vergeben sind. Dieses Verfahren kann mehrfach wiederholt werden. Sobald als Ergebnis einer Stichwahl wegen erneutem Stimmgleichstand keinerlei Sitze besetzt werden konnten wird das Verfahren beendet und es erhalten unter den Kandidaten, unter denen Stimmgleichstand herrscht diejenigen den Vorzug, deren Ritterschlag länger zurückliegt.
In den Hohen Rat kann jedes Mitglied des Ordens gewählt werden, das mindestens den Rang des Ritters innehat.
Wahlberechtigt ist jeder, der wenigstens den Rang des Varleten innehat.


§ 2 Aufgaben und Mittel des Hohen Rates

Führung, Organisation und Koordination sind die 3 Aufgaben des Hohen Rates.
Er stellt die höchste Instanz des Ordens dar.
Seine Aufgaben sind die Ausübung von Autorität, Regelung, Steuerung und Kontrolle des
Ordensgeschehens sowie Verantwortungs- und Repräsentationspflichten wahrzunehmen.
Hierfür stehen ihm umfassende Rechte zur Strukturierung des Ordens zur Verfügung.
So steht beispielsweise nur ihm das Recht zu, durch Beschluss, die Ordnungen zu ändern.
Alles was er tut muss im Konsens mit dem Kodex geschehen.
Darüber hinaus sollte er sich stets bemühen im Namen der Ordensmitglieder zu handeln.
Eine weitere Aufgabe des Hohen Rates besteht darin mindestens einmal im Jahr zu prüfen,
ob Posten neu besetzt werden müssen und die Neubesetzung gegebenenfalls zu beschließen.
Desweiteren ist die Anwesenheit der Mehrheit des Hohen Rates notwendig, um ein Gelöbnis anzuerkennen.


§ 3 Beschlussfähigkeit des Hohen Rates

Für die Beschlussfähigkeit des Hohen Rates müssen 80% anwesend sein.
Ein Beschluss gilt als angenommen, wenn ihm mehr als die Hälfte der anwesenden Ratsmitglieder zustimmen.
Eine Ausnahme bilden Änderungen der Ordnungen.
Hier müssen alle Ratsmitglieder anwesend sein und einen Beschluss mit 70% Mehrheit bestätigen.
Eine ganz besondere Ausnahme bilden Änderungen des Kodex.
100% des Hohen Rates müssen hinter einem Beschluss stehen, der die Änderung des Kodex beinhaltet.
Anschließend müssen alle Ritter, Precepte und Meister diesen in einer Wahl mit 80 % Mehrheit bestätigen.
Die Stimme der Precepte und Meister wiegt hier doppelt.
Ein Beschluss wird eine Woche vor seinem Inkrafttreten dem Orden als Ratsbeschluss präsentiert.
Wird in diesem Zeitraum kein Veto ausgesprochen tritt er anschließend in Kraft.


§ 4 Mittel gegen den Hohen Rat

Gegen einen Beschluss des Hohen Rates gibt es 2 Möglichkeiten vorzugehen.

Die erste Möglichkeit steht jedem Mitglied offen, das wenigstens den Rang des Ritters innehat.
Dieses Mitglied kann, in der Woche vor Inkrafttreten, gegen einen Beschluss des Hohen Rates sein Veto einlegen.
Ist dieses Veto ausgesprochen ist der Beschluss des Hohen Rates damit nichtig.
Sollte der Hohe Rat den Entschluss fassen sich über dieses Veto hinwegzusetzen ist dafür ein einstimmiger, erneuter Ratsbeschluss erforderlich.
Ist es dazu gekommen beginnt erneut die Woche bis der Beschluss in Kraft tritt.
Das Mitglied, das dieses Veto einlegt sollte dies niemals leichtfertig tun und stets einen guten Grund dafür haben.
Wenn mehrere Vetos erhoben werden, addiert sich ihre Wirkung nicht.

Die zweite Möglichkeit tritt in Kraft, wenn wenigstens die Hälfte der Vetoberechtigten ein solches Veto ausspricht, dann muss ein Tribunal einberufen werden, den Sachverhalt abschließend zu klären.

Benanntes Veto kann auf jede erdenkliche Weise eingelegt werden.
Ob es schriftlich, im Forum oder in Form einer Petition gesammelt wird ist für die Wirkung irrelevant.


§ 5 Der Ausbildungsrat

Dem Ausbildungsrat obliegt die Überwachung der Ausbildung und die Nomination der Precepte.
Zusätzlich dazu erstellt er die Liste der Mentoren und Ausbilder und ist neben ersteren dafür zuständig die Auszubildenden zu überwachen und gegebenenfalls zu unterstützen.
Dem Ausbildungsrat stehen dafür viele Möglichkeiten zur Verfügung in die Ausbildung einzugreifen.
Der Ausbildungsrat stellt die Instanz dar, die darüber entscheidet ob eine Prüfung anerkannt wird und kann dadurch entscheidend Einfluss auf selbige nehmen.
Darüber hinaus kann er jederzeit auch von sich aus den Kontakt mit den Mentoren suchen um den Ausbildungsstand zu erfragen und Schritte anordnen möglichen Problemen beizukommen.
Um dem gerecht zu werden ist er, nur zum Zwecke Mitglieder auf ihrem Ritterweg zu unterstützen, jedem Mitglied weisungsbefugt.
Nur im absoluten Ausnahmefall soll er von dem Mittel Gebrauch machen einem Auszubildenden einen neuen Mentor zuzuweisen.
Der Ausbildungsrat beschließt sein Vorgehen nach dem absoluten Mehrheitsprinzip, es ist aber nicht für jede Entscheidung ein gemeinsamer Beschluss notwendig.
Ein Ausbildungsratsmitglied kann, bei alltäglichen Angelegenheiten, in eigener Verantwortung in Stellvertretung des gesamten Rates agieren, wenn es sich dessen Zustimmung sicher ist.
Der Ausbildungsrat als gesamtes kann eine so getroffene Entscheidung, im Falle eines Irrtums, revidieren.
Die komplette Zusammensetzung des Ausbildungsrates, auch die Zahl ihrer Mitglieder, wird uneingeschränkt vom Hohen Rat beschlossen.


§ 6 Transparenz

Jedes Mitglied, das den Ritterschlag empfangen hat besitzt das Recht sowohl die Arbeit des Hohen Rates, als auch die des Ausbildungsrates einzusehen.
Aus diesem Grund müssen beide Räte, sofern sie nicht ohnehin einen entsprechend einsehbaren Forenbereich für ihre Unterredungen nutzen, den Prozess ihrer Entscheidungsfindung nachvollziehbar darstellen. Darüber hinaus muss jedes Vollmitglied die Chance erhalten diesen Unterredungen, unabhängig vom Medium, als Zuhörer bzw. Beobachter beizuwohnen, sofern wenigstens die Hälfte des Rates daran beteiligt ist.
Wird die Unterredung nicht aufgenommen, genau protokolliert oder sonstwie im nachhinein uneingeschränkt nachvollziehbar gespeichert und verfügbar gemacht ist sie deshalb mindestens eine Woche im voraus anzukündigen.


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

zuletzt bearbeitet 30.05.2018 00:04 | nach oben springen
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