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FAQ

in Einführung 10.07.2012 23:32
von Vrooktar • 1.511 Beiträge

Fragen zum Jediismus allgemein

Zitat
Was ist der Jediismus?



Dazu findet man bei Wiki folgendes:

- "Der Jediismus ist eine synkretistische Religion, die ursprünglich der Science-Fiction-Sage Star Wars entstammt, die u. a. die namensgebenden Jedi-Ritter thematisiert."

- "Synkretismus bedeutet die Vermischung von religiösen Ideen oder Philosophien zu einem neuen System oder Weltbild. Voraussetzung ist, dass diese Ideen oder Philosophien sich zuvor als inhaltlich voneinander unterschieden abgegrenzt haben, und dass sie als religiös-philosophische Teilaspekte auf einen Absolutheitsanspruch verzichten. Synkretismus nimmt vielmehr die Aspekte unterschiedlicher Religionen bewusst auf und formt sie zu etwas Neuem."
Wie man sieht ist der Synkretismus so neu nun auch wieder nicht, obwohl manche Religionen die sich dieses Prinzip auch zunutze gemacht haben, nicht auf den Absolutheitsanspruch verzichteten bzw diesen erst im Laufe der Zeit entwickelt haben.


Der Jediismus ist eine moderne, synkretische Weltanschauung, die den Gedanken der Ritterlichkeit und des Mönchtums aufgreift und diese in Form eines Verhaltenskodex darlegt. Die Idee einer alles durchdringenden Kraft bzw. Energie, die als die Macht bezeichnet wird, ist ein wesentliches und vereinendes Element des Jediismus.

Zitat
Ist der Jediismus Religion oder Philosphie?



Dazu findet man bei Wiki folgendes:

- "In der Philosophie (altgr. φιλοσοφία, lat. philosóphia, wörtlich „Liebe zur Weisheit“) wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz zu deuten und zu verstehen."

- "Als Religion (lat: religio, zurückgeführt auf religere, „immer wieder lesen“, oder religare, „zurückbinden“) bezeichnet man eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen. Es gibt keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs Religion."
Eines haben alle Religionen gemeinsam, der Glaube an etwas das sie für wahr halten, sich aber wissenschftlich nicht beweisen lässt, zB Gott, Wiedergeburt usw. und eine dementsprechende Lehre bzw Philosophie.


Da Jediisten versuchen Weisheit und Wissen zu erlangen, die Welt sowie die menschliche Existenz verstehen möchten, ihr Verhalten einer Wertvorstellung unterliegt, ihrem Kodex und sie an die Macht glauben, lässt sich sagen, das das was als Jediismus verstanden wird beides ist - Philosphie und Religion. Das wesentliche ist wie der Einzelne dazu steht bzw ob er zu einem "Praktizierenden" wird. Setzt man eine dementsprechende Lehre, sei es nun eine jediistische, christliche, buddhistische usw auch regelmässig und mit Überzeugung in die Tat um, so wird sie für diesen wohl zur Religion.


Zitat
Was ist die Macht?



Dazu findet man bei Jedipedia folgendes:

- "Im Gegensatz zur Filmserie stellt die Macht jedoch keinen intelligenten „Kleinbewohner“ (die Midi-Chlorianer) dar, sondern eine karmische Energie, die allgegenwärtig ist. Diese Macht durchfließt alles und jeden. Sie kann Leben erschaffen und nehmen. Diese Macht wird jedoch nicht in einem Gott personifiziert, sondern steht als „Die Macht“ für sich. Daraus leiten die Jediisten ihre Aufgabe ab, den „Willen“ der Macht zu unterstützen und in ihrem Umfeld für Frieden und Harmonie zu sorgen."


Die Sichtweisen und Versuche die Macht zu definieren bzw zu beschreiben können je nach jediistischem Orden und Einzelnem praktizierenden stark voneinander abweichen. Die Beschreibung aus Jedipedia ist somit keine für den Jediismus allgemeingültige Sichtweise des Machtbegriffs. Eine Sichtweise allerdings trifft wohl mit grosser Wahrscheinlichkeit auf alle Jediisten zu: Die Macht ist eine alles durchdringende Kraft die man sich irgendwie zunutze machen kann, bzw darüber ein Verständnis erlangen kann.



Fragen zum Tritorianer Orden speziell

Zitat
Wozu ein jediistischer Ritter-Orden wie der unsere?



Ein Orden ist eine Geimeinschaft von Menschen die sich selbst eine Struktur und Regeln geben und diese auch befolgen, dadurch fallen für alle Ordensmitglieder allgemeine und für manche Ordensmitglieder spezielle Aufgaben und Pflichten an.
Für uns als Ritter- Orden ist die Erlangung des Status Ritter ein bzw sogar das wesentliche Ziel, das natürlich an gewisse Vorgaben geknüpft ist, Ritter in einem dementsprechenden Ritterorden wird man nicht einfach so. Ritterschaft bedeutet Pflicht. Ein Ritteranwärter der Tritorianer gelobt bei seinem Ritterschlag den Kodex zu befolgen und diesen beispielhaft zu leben. Er steht treu zum Orden, ist mit seinem Gelöbnis an ihn gebunden und kann keine andere vergleichbare Bindung eingehen.

Es ist wichtig, dass ein möglicher Anwärter versteht, dass es hier um Selbstverpflichtung geht, darum, dass man sich selbst aus freien Stücken dieser "Sache" verschreibt, denn wir machen hier kein Jedi-Rollenspiel.
Der Kodex ist eine Sache die auch ohne Ritterschlag ein guter Wegweiser ist, wer sich aber selbst für den Ritterweg im Orden entscheidet und es gibt nur diesen Weg im Orden, muss mehr leisten, als sich nur am Kodex zu orientieren. Er muss wahrhaft versuchen diesen zu verwirklichen. Er muss sich selbst üben, Pflichten und Aufgaben innerhalb des Ordens übernehmen und diese dann auch gewissenhaft erfüllen.

Wir sind ernsthaft bestrebt einen im Alltag funktionierenden Jediismus zu leben, diesen weiterzuentwickeln, zu vertiefen und zu etablieren. Unser Orden soll hierbei ein Zentrum des Wissens, des Lernens und Lehrens, sowie der gemeinschaftlichen Motivation sein. Dies funktioniert aber nur, wenn jeder seinen Beitrag leistet. In der Ordensgemeinschaft können wir stark sein, denn der Spagat zwischen den Ordenspflichten und Aufgaben, sowie den Alltagspflichten und Aufgaben, ist nicht immer leicht, besonders am Anfang des Weges. Wir wollen nicht, dass Schule, Ausbildung, Beruf und oder Familie und Privatleben durch eine Ordensmitgliedschaft so beeinträchtigt werden, dass sie "auf der Strecke bleiben". Wir verlangen aber auch, dass Mitglieder und Anwärter auf Mitgliedschaft die benötigte Zeit für solch einen Weg aufbringen.



Zitat
Wie ist der Tritorianer Orden aufgebaut?



Der Tritorianer Orden unterscheidet zwischen einem Rang und einem Posten.
Als Rang wird ein Status des hierarchischen Systems verstanden, das linear aufgebaut ist.
Das heisst es gibt für einen Rang klare Vorgaben welcher Rang ihnen vorausgeht und welcher auf sie folgt.
Die Ränge spiegeln die konkrete Position innerhalb des Ordens wieder und sind an konkrete Voraussetzungen geknüpft.
Als Posten wird die Position in Form einer Ordensfunktion verstanden.
Sie hängen nicht chronologisch miteinander zusammen und können regelmäßig wechseln.
Einige Posten werden gewählt und werden nach Bedarf besetzt.
Ein Posten kann an spezielle Rangvorgaben geknüpft sein.

Tritorianer können folgende Ränge innehaben:
Novize, Varlet, Ritter, Precept und Meister.
Ritter, Precept und Meister sind Vollmitglieder des Ordens und können somit auch jedweden Posten besetzen. Für Novizen und Varleten steht die Ausbildung zum Ritter und somit das Erreichen einer Vollmitgliedschaft im Vordergrund, deshalb haben sie keine Posten inne.
Näheres zu den Rängen und Posten ist der
Statusordnung zu entnehmen.



Zitat
Was ist unter "Ausbildung zum Ritter" zu verstehen?



Die Ausbildung umfasst grundlegend 7 Stufen, sogenannte „Phasen“, bis zum Ritter. Jede Phase beinhaltet bis zu 5 einzelne Lehrabschnitte, deren Anforderungen eine nach der anderen erfüllt werden müssen. Hierfür wird ein Zeitraum von mindestens 2 Jahren veranschlagt. Von den Novizen und Varleten wird sehr viel Eigeninitiative gefordert, es stehen die Mitglieder des Ordens aber auch hilfreich zur Seite.
Nähres hierzu ist natürlich im internen Mitgliederbereich, sowie im Initiantenbereich zu finden.



Zitat
Die Ausbildung hat ja das Ziel den Menschen zu ändern und der Ritter soll helfen; kann der Orden jedem helfen?



Wohl kaum. Wir sind keine professionellen Therapeuten oder Psychologen und der Orden soll nicht als Selbsthilfegruppe verstanden werden, in der allerlei Krankheitsbilder behandelt werden können. Wer tatsächlich schwerwiegende Probleme die das Leben manches Mal für einen bereit hält hat, sollte in erster Linie dementsprechend professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Auch ist es da wohl wesentlich sinnvoller Hilfe im engsten Freundes und oder Familienkreis zu suchen, anstatt bei irgendeiner "Internetgruppierung".
Wer die Ausbildung antritt sollte schon relativ "gefestigt" im Leben stehen.


Zitat
In eurem Regelwerk steht, dass der Ritter an den Orden gebunden ist, heißt das man darf nirgends sonst Mitglied sein?



In der Statusordnung steht wortwörtlich unter dem Ritterparagraphen: "Er steht treu zum Orden, ist mit seinem Gelöbnis an ihn gebunden und kann keine andere vergleichbare Bindung eingehen."
Diese Zeile dreht sich um das Gelöbnis, das das Mitglied beim Ritterschlag, also nach mehreren Jahren der Ausbildung, ablegt.
Kurz und knapp zusammengefasst gelobt es dabei weiterhin alle die Ideale anzunehmen und zu verwirklichen zu suchen, die der Kodex uns darbietet und dabei weiterhin unserem Ordensweg zu folgen.
Treu zum Orden zu stehen heißt die Lehren nicht zu vergessen und die Pflicht zu erfüllen auch andere so gut es geht auf dem Ordensweg zu unterstützen. Gebunden ist der Ritter allein durch das Gelöbnis. Er kann also kein weiteres Gelöbnis, oder keinen anderen Schwur oder Eid ablegen, der von ihm eine Hingabe fordert, die damit in Konflikt steht.
Einfach formuliert: Man kann nicht geloben unserem Kodex zu folgen und andernorts schwören einem vollkommen anderen Kodex zu folgen. Das funktioniert genauso wenig wie man Benediktinermönch und gleichzeitig Shaolin sein kann.
Ein tritorianischer Ritter kann also kein katholischer Pfarrer werden, weil er dafür ein Gelübde ablegen müsste, das mit unserem Gelöbnis in Konflikt steht. Die Mitgliedschaft in einer anderen Gemeinschaft, die eine solche Hingabe nicht fordert, sei das nun ein Verein, Verband oder eben auch ein anderer jediistischer Orden, der das nicht ganz so ernst sieht, steht hingegen keineswegs mit unserem Gelöbnis in Konflikt.
Um es in einem Satz zusammenzufassen: "Wer nicht durch einen Schwur oder dergleichen an eine andere Gruppierung gebunden ist kann diesbezüglich unbesorgt unseren Ordensweg antreten."
Ohnehin gibt es keinen Anlass sich deshalb im vornherein zu sehr zu sorgen. Es dauert Jahre bevor ein Mitglied Ritter wird und das Gelöbnis ablegt. Bis dahin weiß man schon ob man das will oder nicht.


Zitat
Dürfen Mitglieder des Ordens Alkohol trinken?



Ja das dürfen sie. Der 5. Kodexpunkt fordert "Kein Missbrauch von berauschenden oder süchtig machenden Substanzen." und die Statusordnung stellt für Ritter klar: "Abhängigkeit von Drogen ist mit seinem Weg unvereinbar". Knackpunkt sind also nicht besagte Substanzen oder Drogen. Knackpunkt sind der Missbrauch und die Abhängigkeit. Tee, Alkohol oder Medikamente zu sich zu nehmen ist im Kern also nicht unbedingt problematisch. Wichtig ist stets der bewusste Konsum und das Wahren der Kontrolle.
Kann das Mitglied den Umfang seines Konsums nicht mehr Kraft seines Willens beherrschen (Abhängigkeit) oder verliert es im Rahmen des Konsums die Kontrolle über sich selbst (Missbrauch) sind die Grenzen des Kodex beziehungsweise der Ordnungen überschritten.
Dass die Abhängigkeit erst beim Ritter Erwähnung findet ist eine Gnadenfrist für Neumitglieder die so genug Zeit erhalten sollen bestehende Abhängigkeiten zu beenden.


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

zuletzt bearbeitet 29.02.2016 23:07 | nach oben springen
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Legende - Initiant, Novize, Varlet, Ritter, Precept, Meister
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