#1

Loyalität und Wirken

in Diskussionen 24.01.2020 08:29
von Malte • 7 Beiträge

Hallo zusammen,

Erstaunlich wenig - nämlich nichts außer ein paar Anstandsregeln - sagt der Kodex über das Verhältnis des Jedi zur Gesellschaft und zu seinen Loyalitäten über Orden und Schulung hinaus.

Wie seht ihr das, wie stellt sich der Jedi zur Gesellschaft?

Ist er Teil der allgemeinen Zivilgesellschaft? Verteidigt er diese, also seine Gruppe ggfs auch gegen andere Gruppen? Gegen wen oder was? Sieht er sich als Kundschafter, als Wächter, als Verteidiger oder gar als Gestalter? Führt er politische Aufträge aus? Sollte er sich aus Politik raushalten oder diese gerade aktiv mit gestalten?

Wenn in seiner Gruppe moralisch etwas schief läuft, steht er trotzdem zu deren Entscheidungen und setzt sie um?

Kurz, wem geben wir unsere Loyalität und wo sind die Grenzen davon?

Freue mich über eure Sicht.

Liebe Grüße,


Malte


Buddha bei die Fische!
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#2

RE: Loyalität und Wirken

in Diskussionen 24.01.2020 09:31
von Aganto • 1.901 Beiträge

Zitat von Malte im Beitrag #1
Ist er Teil der allgemeinen Zivilgesellschaft? Verteidigt er diese, also seine Gruppe ggfs auch gegen andere Gruppen? Gegen wen oder was? Sieht er sich als Kundschafter, als Wächter, als Verteidiger oder gar als Gestalter?


Ich denke der 11. Kodexpunkt verleiht eine gewisse Perspektive was das angeht. Er ist ein Verteidiger und Hüter des Friedens, das schließt Wächter für mich mit ein. Ob er ein Kundschafter oder ein Gestalter ist, sehe ich als eine individuelle Entscheidung. Ein Jedi kann sich sowohl dafür als auch dagegen entscheiden ein aktiver Gestalter der Gesellschaft zu sein. Für beides kann es gute Gründe geben. Ich denke durchaus, dass der tritorianische Weg in der Mehrheit solche Mitglieder anzieht, die sich eher dafür entscheiden würden, aber es besteht eben kein Zwang was das angeht.

Im Kern möchte ich an der Stelle eine Perspektive auf den tritorianischen Weg als solchen geben. Klar lernen wir allerhand Kompetenzen auf dem Ritterweg.
Kodexpunkt 11 fordert Zivilcourage ein und im Zuge dessen ist jeder Ritter in der Selbstverteidigung geschult.
Kodexpunkt 10 fordert ein, dass der Jedi nach besten Kräften hilft, im Zuge dessen ist jeder Varlet in den Grundlagen der ersten Hilfe geschult.
Kodexpunkt 1 fordert ein, dass der Jedi nach klarer Einsicht in die Dinge strebt, in diesem Kontext sind viele allgemeinbildende Abschnitte der Ausbildung zu verstehen, sei es nun Mathematik, Chemie oder Geografie.
Der tritorianische Weg ist aber weniger darauf fokussiert einem einen klaren Weg vorzugeben, sondern mehr darauf einem das Handwerkszeug dafür zu geben den Weg selbst zu erkennen. Es geht nicht darum für das Mitglied Entscheidungen zu treffen, sondern das Mitglied dazu zu befähigen seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Der Kodex bietet dafür den weiten Rahmen, aber es gibt eine ganz unterschiedliche Bandbreite von Auffassungen und Charakteren die in diesem Rahmen Platz finden.


Zitat von Malte im Beitrag #1
Führt er politische Aufträge aus? Sollte er sich aus Politik raushalten oder diese gerade aktiv mit gestalten?


In diesem Sinne sehe ich auch diese Stelle. Ein Ritter ist unter anderem ein Experte unseres Kodex und dazu befähigt selbst zu reflektieren wie er diese Entscheidungen treffen will. Es wäre ja auch irgendwo inkonsequent und ironisch, wenn wir behaupteten, dass unsere Ritter kompetent genug sind selbst zu entscheiden, nur um dann doch jedes Detail für sie zu entscheiden xD


Zitat von Malte im Beitrag #1
Wenn in seiner Gruppe moralisch etwas schief läuft, steht er trotzdem zu deren Entscheidungen und setzt sie um?


Die Moral ist immer ein schwieriges Fundament, weil sie sehr subjektiv ist.
In unserem Fall kann jeder Ritter aktiv in etwaige Entscheidungen eingreifen, ich denke das ist eine positive Grundlage die ein Orden schaffen kann um solche Diskrepanzen zu vermeiden. Aber wenn ein Ritter doch zu dem Entschluss käme, dass er eine gewisse Ordenslinie nicht mittragen will und er inhaltlich auch nicht auf sie einwirken kann dann kann seine Konsequenz nur sein sie nicht mehr mitzutragen. Auch wenn ich in diesem Fall durchaus neugierig wäre, warum die anderen Ritter in so einem Fall offensichtlich eine andere Einschätzung haben ^^


Zitat von Malte im Beitrag #1
Kurz, wem geben wir unsere Loyalität und wo sind die Grenzen davon?


Das entscheidet jeder letztlich selbst. Natürlich steht man hinter seinem Orden und den anderen Mitgliedern, das ist mehr oder minder die Grundlage eines Ordens. Aber davon ab können Jedi sehr unterschiedlich gewählte Loyalitäten haben.


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

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