#1

Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 03.04.2013 14:57
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Die folgende, nicht ganz vollständige, Dokumentation soll nordkoreanischen Ursprungs sein und analysiert den "Westen".




Gerade beim augenblicklichen "Säbelrasseln" ist das ein nicht ganz uninteressanter Perspektivwechsel.


Post Scriptum: Will nur vorwarnen, ist zu Teilen starker Tobak. Die 18+ Kennzeichnung hat der "Hochlader" nicht grundlos gemacht.


Post Post Scriptum:

Hier mal noch eine "Darstellung" Nordkoreas durch westliche Touristen, nur um das ein bisschen abzurunden.


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

zuletzt bearbeitet 13.10.2013 16:47 | nach oben springen

#2

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 03.04.2013 16:56
von Rinam Sewie • 489 Beiträge

Die Sichtweise der Nordkoreaner ist durchaus verständlich, wenn diese "Analyse" der Wahrheit entspräche, was wir nicht wissen.
Das Nordkorea selbst, soweit meine Kenntnisse, ein kommunistisches Land ist, könnte es zum eigenen Nutzen selbst als Propaganda dienen.

Ich sehe es bis jetzt als pure Information, da ich mir aufgrund von zu hoher Unsicherheit der Fakten für mich keine eigene Meinung bilden kann.


"Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt"
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#3

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 12:16
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Habe auch noch einen Link reingesetzt der die Zustände in Nordkorea aus Sicht einer "Touristengruppe" zeigt.

Ich für meinen Teil glaube nicht, dass die Menschen dort die "Muße" haben sich um Politik zu kümmern.
Die überleben in diesem System irgendwie von Monat zu Monat, von Woche zu Woche, von Tag zu Tag.

Das kapitalistische System ist nicht der Brüller.
Aber das was man dort "Kommunismus" schimpft ist jetzt nicht gerade das Alternativkonzept.


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

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#4

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 19:11
von Jondalar (gelöscht)
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Ich gehe jetzt erstmal auf die erste Doku ein weil ich mir die gerade ansehe und merke, ich muss gleich ein paar Anmerkungen dazu schreiben, bevor vieles wieder untergeht.

Zunächst fällt mir auf, dass es - ich bin gerade bei Minute 10 - durchaus stimmt was da berichtet wird. Bezeichnend war z.B. die Szene mit der Gewinnshow und kurz vorher der Hinweis auf die 68er. Das lässt sich nicht von der Hand weisen. Unsere Lebensweise ist darauf ausgerichtet, mehr zu besitzen als das Umfeld, dann sind wir die Helden. Wer ein Mensch mit höheren moralischen Qualitäten ist wird bestenfalls belächelt, schlimmstenfalls in eine Anstalt eingewiesen. Konsum ist Pflicht und eine naturnahe Lebensweise wird als Öko oder Spinnerei abgetan. In ist, wer konsumiert und alles doppelt und dreifach hat.

Die Kriege gegen den Terror kann man auch so oder so auslegen. Aus Sicht der Länder die tatsächlich von den USA überfallen wurden ist der wirkliche Terrorist die USA. Wenn man Diktatoren, Regime oder andere Einrichtungen ausschalten möchte, gibt es Mittel und Wege das auch gezielt zu tun. Flächenbombardements und "Kollateralschäden" an der Bevölkerung wären vermeidbar, wenn man denn wollte. Auch stimmt nachweislich, dass demokratisch gewählte Staatsoberhäupter, manche davon sogar mit Unterstützung der USA, abgesäbelt wurden um dann Diktatoren in zu setzen, die dem System gegenüber loyal waren - siehe Iran, siehe Südamerika. Es wurden mehrfach demokratisch gewählte Herrscher gegen Diktatoren ersetzt und diese dann wiederum bekämpft.

Die modernen Kriege die statt fanden, fanden statt wegen Rohstoffen, nicht wegen Terroristen oder Demokratie oder gar Menschlichkeit. Es gäbe Völker die wirklich Unterstützung bräuchten, aber da diese Völker keinerlei wichtige Rohstoffe besitzen, werden diese ihrem eigenen Schicksal überlassen. Wenn es sich nicht lohnt ein Land zu überfallen, ist es auch uninteressant, was in diesem Land vor sich geht.

Ab Minute 18 kommt die Religion ins Spiel, auch da muss ich zustimmen. Egal welche Religion, jede davon meint, sie wäre die richtige und jede davon ruft zum Krieg gegen die jeweils anderen auf. Die drei großen Religionen, Judentum, Christentum und Islam berufen sich alle auf ein und denselben Gott, den Gott Abrahams, aber alle drei hassen und bekriegen sich.

Ab ca Min 30 kommen Zahlen und Fakten, die auch nicht von der Hand zu weisen sind. Beispiel, die 6 Mio Juden gegen die - je nach Quelle - 7-37 Mio toter Sowiets. Natürlich, nur um das an dieser Stelle mal zu erwähnen, ist jeder Tote zuviel, egal ob Jude oder Russe, aber tatsächlich spricht kaum jemand von den toten Russen, aber jeder von den toten Juden ......

Ab ca 34 kommt auch ein Stück Geschichte, das muss man nicht in die heutige Zeit übertragen, kann man aber durchaus. Der "Westen" ist schon immer dadurch aufgefallen, dass er gerne andere Länder und Schätze annektiert. Das geht von Amerika über Afrika bis heute zum nahen Osten. Der Osten, sprich Russland, vormals CCCP, China oder auch Korea haben so gut wie nie fremde Länder überfallen. CCCP ein paar kleine Gebiete, aber niemals in dem Ausmass in dem der Westen sich in der Welt breit gemacht hat. Also auch nicht von der Hand zu weisen.

Minute 48 - Pearl Harbour - ist auch umstritten in der Öffentlichkeit, aber es gibt nicht wenige Stimmen, die sagen dass das so war. Amerika war vorgewarnt, hat seine Soldaten absichtlich sterben lassen um einen Grund für den Kriegseintritt zu haben. Ich weiss nicht, was davon die Wahrheit ist, aber es ist durchaus auch ein ernst zu nehmender Kontext in westlichen Medien darüber zu finden.

Dir Gräul der Japaner in China sind übrigens unumstritten - nur, dass Japaner im Gegensatz zu Deutschland niemals eine Aufarbeitung ihrer Vergangenheit anstrebten - das ist also auch mehr Fakt als Fiktion.

Zum Thema Israel und Palestinenser kann ich nicht wirklich viel beitragen, ausser, dass es ein Oslo-Abkommen gibt, das Israel heute völlig missachtet. Fakt ist, dass die Briten das Land von den Palästinensern annektiert haben und den Staat Israel installiert haben. Fakt ist auch, dass beide Parteien sich seit jeher ständig bekriegen. Fakt ist ferner der Oslo-Prozess. Da soll sich bitte jeder selber schlau machen, da habe ich nicht all zu viel Einblick, jedoch ist im Oslo-Vertrag festgelegt, dass die Gebiete autonom sind und sich gegenseitig anerkennen. Somit ist Israels momentane Sidelungspolitik tatsächlich völkerrechtlich nicht tragbar. Siedlungen und Mauern auf Palästinensergebiet zu bauen ist widerrechtlich und gehört geächtet. Natürlich gehört es auch geächtet, Raketen auf Israel zu feuern, aber da weiss ich nicht, wer den ersten Stein geworfen hat.

Fazit nach Durchsicht des ersten Videos - ich glaube nicht alles und ich verachte auch das nordkoreanische System weil es die Menschen hungern lässt, zu Gunsten der Rüstung, aber andererseits hat das Video nicht von der Hand zu weisende Fakten, die man sich in jedem Fall ansehen und darüber nachdenken sollte. Ich schaue mir jetzt noch das andere Video an.

Liebe Grüße

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#5

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 19:39
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Was das angeht ist die Position Nordkoreas vor allem die eines Kritikers der die seltene Position von ausserhalb des Systems beziehen kann.

In den meisten Punkten stimme ich dir zu.
Die Politik als großes ganzes ist aber immer schwer zu beurteilen, weil oft Millionen Menschen dahinter stehen die dafür nichts können.
Rein prinzipiell kann ich beispielsweise den Standpunkt verstehen, wenn jemand sagen würde: "Israel hat nicht das Recht sich einfach in einem Land breit zu machen, von dem sie Familien vertrieben die vorher über Jahrhunderte dort lebten. Die sollen dort verschwinden."
Nur wenn man das umsetzte würde man auch nur wieder Familien die dort entstanden sind, mit Menschen die dort geboren wurden, vertreiben und Leute würden sich dort ansiedeln, von denen 80% das Land nicht mehr kennen und der Rest auch schon fast zu alt zum umsiedeln ist.
Irgendwo muss man sich in solchen Fällen vom "Prinzip" verabschieden und sich mit der Realität auseinandersetzen.
Das ist sonst genauso als würden wir hier eine neue Debatte über das Sudetenland oder Ostpommern lostreten.


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

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#6

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 19:50
von Jondalar (gelöscht)
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Das habe ich vielleicht etwas ungünstig ausgedrückt.

Ich würde nicht Israel auflösen und den Palästinensern zurückgeben, insofern hast Du natürlich völlig recht, es geht mir mehr um die aggressive Siedlungspolitik die Israel gerade betreibt. Die Grenzen von Israel und Palästina waren ja per UN und per beider Staaten schon geregelt, aber Israel baut nun auf offiziellem Palästinensergebiet Siedlungen und vermauert die dann auch noch.

Die bereits bestehenden Gebiete Israels würde ich selbstredend nicht antasten - obwohl das Land schon zu Zeiten Jesus Palästina genannt wurde. Aber nun auch noch den Rest von Palästina zu "ersiedeln" wäre das gleiche, als würden wir in Ostpreussen langsam aber kontinuierlich wieder Leute ansiedeln um Ostpreussen wieder "heim ins Reich" zu holen - da würde die Welt nicht lange zusehen ;)

Liebe Grüße

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#7

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 19:54
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Habe dich nicht falsch verstanden, sondern mich wahrscheinlich nur missverständlich ausgedrückt.
Wollte damit nur sagen, dass man die Thematik eben differenziert betrachten muss, weil die Thematik eben nicht so einfach ist.
Die meisten Meinungen die ich dazu höre sind einfach zu pauschal.

Da sind fast nur die einen die Israel auflösen wollen, weil das alles nur Imperialisten sind und die anderen bezichtigen alle Kritiker als Antisemiten und meinen Israel soll einfach mal mit der Atombombe unten aufräumen.


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#8

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 20:17
von Jondalar (gelöscht)
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Womit Du dann natürlich wieder völlig recht hast.

Ich habe das ja auch schon mehrfach geschrieben und stimme Dir daher völlig zu, dass man im Regelfall nicht einfach schwarz oder weiss hat. Annähernd jede Situation ist abhängig von den Parametern und der jeweiligen Sichtweise. Das ist einer der Gründe warum ich auch so oft abschweife - irgendwie ist irgendwo alles mit allem verbunden. Wenn man Dinge nur herauspickt und isoliert betrachtet, wird man niemals ein geeignetes Bild bekommen. Im Endeffekt kann man sowieso niemals sagen, man könnte sich ein umfassendes Bild einer Situation machen, aber man kann zumindest Näherungen finden, indem man sich aller Seiten bedient und daraus seine Schlüsse zieht.

Israel auf zu lösen wäre genauso dämlich wie kritiklos alles hin zu nehmen was Israel betrifft. Die Vernunft unter zuhilfenahme aller bekannten Parameter sollte das Mass sein, nicht Empfindlichkeiten oder falsche Solidarität.

Um es auch auf den Orden zu bringen - ein Jediist sollte nicht davor zurückschrecken, lieber fünfmal nach zu forschen, bevor er sich - falls überhaupt - ein Urteil erlaubt.

Liebe Grüße

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#9

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 21:24
von Jondalar (gelöscht)
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Ich fasse mal meine Sicht auf den zweiten Link zusammen, auch während der Betrachtung, sonst geht zu vieles verloren.

Das erste, was mir auffällt - da muss ich gleich wieder ein wenig ausholen ;) - ist, dass man immer wieder auf eben beschriebenes schwarz/weiss Denken trifft.

Ich war noch nie in Nordkorea, aber ich kann das mit China vergleichen. Für die Mitleser, die das nicht wissen, meine Frau ist Chinesin und daher habe ich viel mit China zu tun. Im Grunde kann man viel über China lesen, aber zumeist nur schlechte Nachrichten. Als kleines Beispiel: China hat einen Flugzeugträger von den Russen gekauft und baut den nun um, damit er für chinesische Verhältnisse funktioniert. Das Teil war bei den Russen schon fast Schrott, aber China sieht sich die Technik an und macht daraus, was es eben kann. Nun kommt der Westen und schreit auf "China rüstet zum Kampf gegen den Westen". Amerika hat laut Wikipedia 24 Träger, während China nun einen nichtmal einsatzbereiten Träger besitzt. Amerika sieht das als Provokation weil China nun offensichtlich seine Präsenz im Pazifik verstärken will. HALLO ? EIN Träger gegen 5 oder 10 oder 15 der USA?

Aktuell lese ich auch gerade einen Artikel über allgemeine Rüstung in China und Japan. Nur historisch mal erwähnt: Japan war Alliierter von D und hat China überfallen und einen ähnlichen Holocaust in China angerichtet wie unsere Vorväter hier.

Das "Handelsblatt" schreibt zum Beispiel im Februar 2013, dass "Pekings aggressives Auftreten im Inselkonflikt" die Nachbarn und die Wirtschaft beunruhigt.

Zitat
Auch gestern liess China seine Muskeln spielen. Die Marine schickte mehrere Schiffe für ein Manöver in den Pazifik; im ostchinesischen Meer liefen drei Küstenwachschiffe in Seegebiete ein, die Japan für sich beansprucht.



Punkt eins, Peking hat aggressives Verhalten - selten so gelacht. China hat noch niemals irgendwelche Gebiete überfallen und annektiert, China ist China. Im antiken Zeitraum bis zum Mittelalter, ok, da hat CHina aus einem Kleinstaat ein Reich geformt, aber bereits 13hundertirgendwas war China größer als heute. Also schauen wir auf heute. China beansprucht diese Inseln auch. Warum kommt also kein Bericht wie "China schickt seine bescheidene Flotte aus um den aggressiven Japanern die Annektion der im chineischen Meer liegenden Inseln zu verwehren."

Im weiteren Verlauf des Textes heisst es einerseits "China rüstet auf", während Japan den Militäretat aufstockt. Das spottet schon jeglicher Beschreibung. Die einen, die Bösen, rüsten also auf, während die anderen, die Verbündeten der USA, ja nur aufstocken...............

Da kommt gleich wieder der Propagandagedanke des ersten Videos auf. Die gelbe Gefahr ist also wieder am brodeln, während die friedlichen USA und deren Verbündete sich nur verteidigen - alles klar ;) Nur zur vervollständigung, aber wieder ganz anderes Thema. Selten wissen Leute, dass der ewig grinsende Dalai Lama seine Leute als Leibeigene hielt. Die Mönchspolizei war ähnlich wie die Schergen der Scharia und hackte nicht selten den Tibetern Hände, Arme oder andere Körperteile ab um sie in Schach zu halten. Dieser Feudalherr Dalai Lama stolziert nun durch die westlichen Gefilde, immer grinsend und immer buddhistisch - was er gar nicht ist, weil Buddhisten JEDES Leben heiligen - und möchte sein Tibet zurück..... Geht mal alle nach China und fragt dort die alten Tibeter die dort in Ruhe und Frieden leben, wen sie lieber hätten, die Partei oder den Dalai Lama ;) ......

Aber zurück zum Film. Natürlich IST NK arm und natürlich leidet die Bevölkerung, das ist keine Frage. Aber, das was Die EIsenbahnfreunde dort beschreiben wächst auch aus deren "getrimmten" Gehirnen. Ich vergleiche mal mit D/DDR, weil ich zufällig Verwandte in Thüringen habe und auch Freunde aus Sachsen usw. Alle Westler fanden die DDR unerträglich und wie kann man nur und alles Scheisse. Komischerweise finden aber fast alle dort aufgewachsenen die DDR zumindest nicht schlechter als die BRD - zumeist sogar besser.

Die Christen finden die Muslime schlecht, die Muslime die Christen und die Juden. Die Schwarzen finden die Weissen ätzend und die Weissen die Schwarzen usw usf. Ost gegen West, Nord gegen Süd, dies gegen das.

Die einzige Lösung, die mir dazu einfallen würde wäre, alle Menschen endlich zu vereinen, das Kapital ab zu schaffen und alle gemeinsam am gleichen Strang arbeiten zu lassen. Wir hatten schon das Thema bGE und verwandte Themen, da sollte man ansetzen, nicht an unnützen Feindbildern - egal welcher Seite ;)

Liebe Grüße

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#10

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 21:40
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Zu großen Teilen muss ich dir zustimmen.
Ich weiss nicht ob das von dir als rhetorisches Mittel bewusst so eingesetzt wurde, aber manche deiner Punkte sind ebenso schwarz weiss formuliert wie die Punkte die du damit anprangerst.
Das bringt einen letztlich nicht weiter, weil es die Feindbilder nur verlagert anstatt sie abzuschaffen.
Es gibt immer Schuldige das ist klar.
Aber sich so sehr auf die Schuldigen zu fokussieren hält einen erfahrungsgemäß zu sehr vom wesentlichen ab.

Nehmen wir mal dein Beispiel von den USA und China.
Nach amerikanischer Auffassung sind die Chinesen die bösen, weil sie aufrüsten.
Für die Chinesen sind die Amerikaner die bösen, weil sie aggressive Politik gegen alles ausüben, was nicht nach ihrer Pfeife tanzt.
Die meisten suchen sich jetzt die Seite aus die nach ihrem Informationsstand eher im Recht ist, dass diese Wahl allein durch den Informationsgrad auch beeinflusst wird ist klar.
Es bringt jetzt aber keinen wirklich weiter sich für einen von beiden gegen den anderen einzusetzen.
Wie du schon sagtest, wir müssen Sachen zusammen machen.
Wenn wir im Verlauf der Jahrhunderte nur unsere Feindbilder austauschen haben wir uns nicht weiterentwickelt.
Dann sind wir immer die gleichen Idioten nur auf einem steigenden technologischen Niveau.


Aber was das angeht bin ich optimistisch.
Das bGE zum Beispiel muss ohnehin kommen.
Das könne irgendwelche Einflussträger doof finden wie sie wollen.


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

zuletzt bearbeitet 04.04.2013 21:41 | nach oben springen

#11

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 22:02
von Jondalar (gelöscht)
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Nein, das habe ich nicht absichtlich so eingesetzt und es soll auch nicht so schwarz/weiss sein, wie es sich vielleicht anhört.

Ich wollte im Endeffekt auf genau das hinaus, was Du geschrieben hast - keiner hat recht und keiner weiss, wie es wirklich ist. Was ich wollte, ist eine Gegenüberstellung von westlicher und östlicher Propaganda zu schildern. Hier UND da sind die Meinungen vorgefasst und absolutistisch, aber darum noch keinesfalls richtig.

Was ich damit sagen wollte ist, dass der "Westen" sich wohl fühlt und sich als überlegen ansieht und der "Osten" sich wohl fühlt und als überlegen ansieht.

Ich gebe Dir unbedingt recht in dem Punkt, dass wir diese Feindbilder ALLE abschaffen müssen, daher auch mein Satz:

Zitat
Die einzige Lösung, die mir dazu einfallen würde wäre, alle Menschen endlich zu vereinen, das Kapital ab zu schaffen und alle gemeinsam am gleichen Strang arbeiten zu lassen. Wir hatten schon das Thema bGE und verwandte Themen, da sollte man ansetzen, nicht an unnützen Feindbildern - egal welcher Seite ;)



Dahinter stehe ich mehr als an allen Feindbildern zusammen. Die Menschheit im Ganzen hat nur die eine Chance, sich endlich als Teil der Natur, der Erde zu sehen, oder einfach aus zu sterben oder auf andere Planeten aus zu weichen. Ich weiss nicht, wie viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte wir noch so weiter machen können, aber sicher ist, wir können es nicht ewig. Irgendwann werden wir als Menschheit vor der Entscheidung stehen - entweder alle miteinander oder gar keiner mehr.

Wenn ich das oft komisch oder unverständlich rüberbringe entschuldige ich mich, aber meine Gedanken sind natürlich auch davon geprägt, was ich meinem Verständnis entsprechend ausdrücken kann. Ich stelle das aber immer gerne klar wenn es Missverständnisse gibt.

Es gibt nur EINE Erde und es gibt nur EINE Rasse von Mensch ;)

Liebe Grüße

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#12

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 22:17
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Sofern Missverständnisse aufgeklärt werden sind sie kein Problem ^^
Vermeiden kann man sie in einem Forum ohnehin nicht.

Zitat
Es gibt nur EINE Erde und es gibt nur EINE Rasse von Mensch ;)



Mir kommt es darauf ehrlich gesagt gar nicht an.
Für mich ist es einfach nur dämlich, wenn wir bei 7 Milliarden Menschen Weltbevölkerung genug Nahrungsmittel für 10 Milliarden Menschen produzieren und genug Kleidung für 20 Milliarden und trotzdem meinen beide Branchen ewig expandieren zu müssen und über die ganze Entwicklungsspanne bleiben 1 Milliarde Menschen ständig hungrig und 2 Milliarden rennen, wenn überhaupt mit Klamotten, nur in Lumpen rum.
Das ist einfach über alle Maßen perfide und unsinnig.

Der Kühlschrank und der Kleiderschrank ist voll, aber aus Prinzip bleibt eins meiner 3 Kinder hungrig und friert nachts, während die anderen beiden sich von früh bis spät vollfressen wie sie wollen, die Hälfte davon stehen lassen und jeden Tag anderen Plunder aus dem Schrank ziehen den sie kein zweites Mal anziehen.
Und dann will mir einer erzählen, dass das System das bestmögliche ist....


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

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#13

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 23:03
von Jondalar (gelöscht)
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Ja :)

Missverständnisse sind einzig dazu da um ausgeräumt zu werden - normalerweise. Abgesehen von Geheimgesellschaften macht man das ja auch so.

Und, auch ja, natürlich ist das Problem bei der Sache, dass 1 Promill der geasmten Menschheit (7.000.000) ein richtig "gutes" Leben haben, während 99.99 % (6.993.000.000) Menschen normal bis lebensunwürdig leben müssen, trotz Menschenrechtskonventionen und Würde und Anstand usw.

Alleine, was an Nahrung für Biosprit draufgeht könnte Millionen ernähren, während es bei uns als Pflichtanteil in E10 vergammelt weil es sowieso nicht gekauft wird....

Ich kann nicht ablassen, aber ich würde gerne gar nicht darüber nachdenken müssen.

Alle Menschen könnte zumindest eine Grundsicherung haben und sich keine Sorgen machen müssen, wenn wir nur wollten.

Für mich gibt es nur ein System, das funktionieren würde, aber davor haben ja alle tierische Angst ;)

Liebe Grüße

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#14

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 04.04.2013 23:43
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Ich weiss nicht, was für ein System du meinst ^^
Aber vielleicht führst du das in einem eigenen Thread aus?


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#15

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 05.04.2013 00:50
von Jondalar (gelöscht)
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Mache ich gerne, aber nach einer kleinen Schlafpause ;)

Liebe Grüße

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#16

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 05.04.2013 01:06
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Die sei dir vergönnt ^^


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#17

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 05.04.2013 13:59
von Rinam Sewie • 489 Beiträge

Ich werde das Gefühl nicht los, das Jondalar damit eine Diktatur meint.


"Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt"
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#18

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 05.04.2013 14:15
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Gefühle können trügerisch sein.


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#19

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 05.04.2013 15:05
von Rinam Sewie • 489 Beiträge

Dem bin ich mit bewusst, deshalb bleibt es ja nur eine Art Vermutung, die genauso gut falsch sein kann ^^


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#20

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 05.04.2013 17:32
von Rinam Sewie • 489 Beiträge

Ich kann euch beiden in allen genannten Punkten nur zustimmen. Die Lösung dieses Problems liegt allerdings, so meine Meinung, in den Händen eines jeden Menschen selbst.
Die Autonomie und Meinungsfreiheit (oder zumindest den Wunsch danach) kann kein System der Welt beeinflussen. Es wird immer Menschen geben, die Defizite in irgendeinem Kriterium sehen und sich dagegen wenden, wenn nicht sogar die Eigeninitiative für ihre gewünschte Änderung ergreifen.
Es wird immer Leute geben, welche Eifersucht, Habgier und Machtdurst empfinden werden.
Und so ist meine Sicht, dass wenn man menschliche Eigenschaften wie Habgier, Geiz oder Korruption aus der Welt schaffen will, müsste man den Menschen in seiner Natur verändern. Doch wie soll man das anstellen?

Es kann sein, dass ich mich irre oder etwas übersehe, aber versteht ihr wenigstens, worauf ich hinaus möchte?


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#21

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 05.04.2013 18:44
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Ich verstehe was du meinst.

Aber es gab in der Vergangenheit schon viele Systeme die darin erfolgreich waren gegen den Willen eines Großteils der Bevölkerung die Freiheit einzuschränken. Ich bin Zuversichtlich, dass ein System auch erfolgreich darin sein kann gegen den Willen eines kleinen Teils der Bevölkerung die Gier einzuschränken.


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#22

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 05.04.2013 19:03
von Rinam Sewie • 489 Beiträge

Ich würde da deiner Zuversicht gern beistimmen, dennoch kann ich mir (noch) nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.


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#23

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 05.04.2013 19:43
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Ganz einfach irgendwann wird einer ein zukunftsweisenderes Modell erstellen.
Niemand weiss ob aus Vernunft, politischem Druck, dem Einfluss einer Bürgerbewegung, im Anschluss an eine Revolution oder aus Selbsterhaltungstrieb, weil anderweitig drohende Gefahren gewahr werden.
Einige Skandinavische Länder haben die negativen Aspekte des plutokratischen Kapitalismus durch ihre Modifikationen schon heute stark eingedämmt.
Wenn solche Länder mit ihrem System erfolgreicher sind dann kann man denen das nicht so einfach wieder nehmen.
Und wenn solche Zustände über einen längeren Zeitraum anhalten, dann sind sie irgendwann auch zu tief im Kerngedankengut um einfach wieder über den Haufen geworfen zu werden.
So wie augenblicklich Kritik am jetzigen Finanzsystem mit dummen Floskeln und unhaltbaren Kreisargumentationen abgeschmettert wird würde dann jede Kritik am besseren System für lächerlich abgetan werden.

Du musst dir mal überlegen, dass vom jetzigen System nicht einmal 1% der Bevölkerung wirklich profitiert.
Und trotzdem stellt sich nur aus eingefahrenen Pseudoüberzeugungen heraus ein großer Teil gegen Alternativansätze.
Was meinst du wie der Effekt ausfällt, wenn es durch das System allen Menschen gut geht?

Wahrscheinlich würde es immer noch Ausnahmen geben auf der Welt.
In den USA würde man sich vielleicht immer noch daran erfreuen, dass man dort noch die Freiheit hat zu verhungern oder nachts auf der Straße zu erfrieren und jeder halbwegs menschenrechtskonforme Ansatz würde als "kommunistisch" abgeschmettert, aber nicht einmal das halte ich für langfristig haltbar.


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#24

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 06.04.2013 13:22
von Rinam Sewie • 489 Beiträge

Ich verstehe deinen Kerngedanken. Er ist realisierbar und erfolgt auf humaner Ebene.
Wenn solch ein System erstellt werden sollte, wer glaubst du wären die richtigen "Erfinder" dafür, damit es letztendlich unseren dargelegten Erwartungen entspricht? Pädagogen, Heilige, Philosophen, Jedi? Und was glaubst du, wie lange diese Erstellung andauern wird?
Wie sollen die Rechtssysteme aufgebaut sein?

Das alles sind Fragen, die mir da sofort einfallen, da sie ja von wichtigem Bestand und auch ausschlaggebend sind.


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#25

RE: Nordkoreas Blick auf den Westen

in Gott und die Welt 06.04.2013 13:35
von Vrooktar • 1.535 Beiträge

Ich denke die "Erstellung" erfolgt aus großer Eigendynamik heraus.
Daher kann nicht wirklich gesagt werden wer die Chance bekommt ein besseres System aufzusetzen.
Auch ist nicht klar, ob der normale Mensch den Systemübertritt überhaupt bewusst wahrnehmen würde.
Schaffte man beispielsweise heute den Zinseszins ab, aber der Zins bliebe würde man das nur merken, weil die paar die darunter "leiden" in ihren Medien verkünden lassen, dass das zum Untergang der Welt führt. Andernfalls würde man das nur mal beiläufig irgendwo hören und nicht weiter beachten, obgleich es das gesamte System wandelt.

Ich glaube auch nicht, dass es einen bestimmten "Menschenschlag" gibt der nötig ist um das "richtige" System zu entwerfen.
Jeder vernünftige Mensch mit Interesse am Wohl der Menschheit ist dazu fähig, wenn er die Indoktrination überwunden hat.
Solche finden sich immer häufiger quer durchs Beet und nicht in besonderen "Lagern".

Ebenso ist unklar wie schnell das geht.
Das kann noch 30 Jahre dauern oder in 2 Jahren passieren.
Eine Krise wie die jetzige kann Menschen dazu bringen umzudenken und ein System anzustreben, dass diese Fehler nicht mehr hervorruft.
Diese Einsicht kann aber genauso gut fehlen, dann läuft es wie bei den letzten richtig großen Krisen der USA.
Anstatt das "Spiel" zu ändern, wenn es nicht mehr läuft startet man es einfach neu und wartet auf den nächsten Kollaps.

Grundsätzlich würde ich mich aber davon verabschieden, dass sich sofort alles ändert.
Es sind viele Bereiche und die Dummheit wird noch viele Rückzugsgefechte liefern.


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