#1

Jüdisch-christliche Tradition?

in Gott und die Welt 14.06.2018 11:35
von Vrooktar • 1.702 Beiträge

Ich bin vor nicht allzu langer Zeit mehr oder weniger beiläufig auf das Thema des Fundaments westlicher Gesellschaftsordnungen gestoßen.
Natürlich fliegt ein Schlagwort wie die "Werte des jüdisch-christlichen Abendlandes" dabei immer mal wieder durch die Debatten, die ich so bezeugen konnte, aber mal davon abgesehen, dass scheinbar fast jeder ohne weitere Begründung zu glauben scheint, dass unser Wertekatalog eben diesen Religionen entstammt, stellt sich für mich bei genauerem Nachdenken ehrlich gesagt nicht wirklich dar, was von unseren Werten damit gemeint sein soll.

Wie seht ihr das?
Ist das nur so ein Pseudetraditionsargument an dass man zu glauben begonnen hat weil es so oft unwidersprochen wiederholt worden ist?
Oder seht ihr unsere Werte in irgendeiner Form als auf abrahamitischem Gedankengut basierend?


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

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#2

RE: Jüdisch-christliche Tradition?

in Gott und die Welt 15.06.2018 14:21
von Ryia • 140 Beiträge

...und wieder ein Moment, in dem ich mich über meine unzureichenden Geschichtskenntnisse ärgere.. Ich würde aber sagen, es gab noch andere Einnflüsse. In der Stoa findet man beispielsweise ähnliche Inhalte.


“The way I see it, every life is a pile of good things and bad things. The good things don’t always soften the bad things, but vice versa, the bad things don’t always spoil the good things and make them unimportant.” ~The 11th Doctor

zuletzt bearbeitet 15.06.2018 14:21 | nach oben springen

#3

RE: Jüdisch-christliche Tradition?

in Gott und die Welt 16.06.2018 11:14
von Rinam Sewie • 549 Beiträge

Einen Insider aus der Pflegeethik sollte man Abendländern lieber nicht verraten:

Der Brauch, nach dem Ableben eines Menschen das Fenster zu öffnen, damit "Die Seele raus kann", ist ein Brauch aus dem Islam ^^


"Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt"

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#4

RE: Jüdisch-christliche Tradition?

in Gott und die Welt 16.06.2018 11:38
von Rinam Sewie • 549 Beiträge

Um noch etwas konstruktiveres von mir zu geben, finde ich , dass dieses Gerede über Werte des christlichen Abendlandes meistens von den Leute in den Mund genommen wird, die noch nie eine Kirche von innen gesehen haben, geschweige denn zum Gottesdienst gegangen sind.
Die klassischen Gebräuche währen in dem Sinne solche Sitten wie Fasten oder den Sabbat bei den Juden, doch wer macht das heutzutage noch, wenn er nicht gerade die Motivation seiner kirchlichen Gemeinde aufgebrummt bekommt?

Jene Dinge, wie sie beispielsweise in den zehn Geboten stehen, du sollst nicht töten/ Vergewaltigen/stehlen/ lügen...
Solche Werte wie Nächstenliebe und Respekt, solche sind in jeder heiligen Schrift niedergeschrieben und gepredigt. Sicher haben heutige gesellschaftliche Werte und Normen großen Einfluss davon getragen.

Doch jene, nennen wir sie auch mal "Besorgte Bürger", die die Ansichten verfolgen, wir seien ein christliches Abendland und der Islam gehöre in keiner Weise zu Deutschland, solche Leute spucken im Grunde genommen auf die Werte, die sie predigen wahren zu wollen.


"Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt"

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#5

RE: Jüdisch-christliche Tradition?

in Gott und die Welt 16.06.2018 12:04
von Vrooktar • 1.702 Beiträge

Zumal das ganze dann auch oft in mächtiger Rosinenpickerei endet.
Ich meine was sind denn christliche Werte? Da fällt ganz vielen sofort Nächstenliebe ein, aber seltsamerweise keinem Hexenverbrennung.
Ich habe so das Gefühl, dass der Durschnittsbürger es in 300 Jahren als christliche Tradition ansieht auch tolerant gegenüber homosexuellen zu sein, obwohl diese Toleranz sicherlich nicht wegen der Kirche, sondern eher gegen ihren Widerstand entstanden sein wird.


Lerne das unbeherrschbare zu vermeiden und das unvermeidbare zu beherrschen.

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#6

RE: Jüdisch-christliche Tradition?

in Gott und die Welt 17.06.2018 12:31
von Rinam Sewie • 549 Beiträge

Dem stimme ich zu.
Ich für meinen Teil Teil würde mir mehr wünschen, dass Ignoranz effizienter aus den Köpfen der Gesellschaft verschwindet, damit eine solche Diskussion irgendwann gar nicht mehr für nötig gehalten wird.


"Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt"

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